Desktop Virtualisierung mit Sun VDI holt den PC ins Rechenzentrum
Desktop Virtualisierung mit Sun VDI (Virtual Desktop Infrastructure) und Sun Ray Ultra Thin Clients
Ist die Desktop Virtualisierung der nächste Hype-de-Jour, oder sind die Anforderungen in modernen großen Desktoplandschaften mit dieser Technologie deutlich besser zu lösen? Überprüft müssen die bekannten Schlagworte, wie Mobilität, Security, Zero-Desktop-Maintenance, Innovationszyklen, Energieeffizienz und Kosten.
Die Technik der Thin Clients ist nicht wirklich neu und erfreut sich in bestimmten Bereichen (Callcenter, Krankenhäuser, etc.) großer Beliebtheit. Was ist nun das Neue an der vorzustellenden Technologie?
Bisherige Desktoplandschaften zeichnen sich durch technische Innovationszyklen von 2-3 Jahren aus. Abschreibungstechnisch ist meist mit 3-4 Jahren zu rechnen, auch wenn die technische Realität hier meistens die Buchhaltung überholt. Die Gründe für diese Zyklen sind in Regel steigende Performanzanforderungen durch Betriebssystem- und/oder Applikationsupgrades im Desktopbereich.
Herkömmliche Thin Clientlösung versuchen dieses Thema zu lösen, indem sie ein abgespecktes Betriebssystem in die Firmware der Rechner integrieren und mittels RDP (Remote Desktop Protocol) auf Terminalserverumgebungen, oder virtualisierte Desktops (VMware VDI) zugreifen. Trotzdem verfügen diese Geräte weiterhin über leistungsfähige CPUs, eine entsprechende Memoryausstattung und können somit die aktuellen Probleme nicht wirklich lösen.
Was zeichnet nun die Sun Lösung aus?
Zero-Desktop-Maintenance
Sun Ray Ultra Thin Clients verfügen über kein Betriebsystem, kein Memory und eine nur sehr begrenzt leistungsfähige CPU. Es sind weder Lüfter, Schalter, oder andere bewegliche Teile an dieser DTU (Desktop Unit) zu finden. Stattdessen sind die Geräte mit einem Smartcardreader ausgestattet. Es sind keine OS-Upgrades nötig, kein Einbau von weiterem Memory und bei einem Defekt, wird die DTU einfach ausgetauscht und der Benutzer kann nach etwa 2 Minuten weiterarbeiten. Der günstige Preis erlaubt das. Rollouts können aufgrund des geringen Gewichts – sofern sie gut geplant sind – sogar per Post erfolgen.
Mobilität
In vielen Organisationen erreicht aufgrund von Umstrukturierungen der Prozentsatz der Arbeitsplatzumzüge bis zu 30% der Mitarbeiter im Jahr. Hier sind speziell die IT-Umzüge aufwändig. Virtuelle Arbeitsplätze, sowie Home-Office Arbeitsplätze sorgen für weitere Anforderungen an die Mobilität der Desktopsysteme. Die Sun Ray Ultra Thin Client Lösung erlaubt ein vollfunktionsfähiges Hotdesking. Damit wird der Umzug, das virtuelle Büro, oder der Home-Office Arbeitsplatz mit Hilfe der Smartcard realisiert. Nicht nur die Anmeldung ist von jedem beliebigen Arbeitsplatz aus möglich, sondern der gesamte Arbeitskontext (die geöffnete Präsentation, das SAP GUI, das Word Dokument) ziehen mit um.
Security
Jedem IT Leiter ist die klassische „Laufwerk C: Thematik“ hinlänglich bekannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sicherheitsrelevante Daten auf lokalen Laufwerken liegen, ist immer recht hoch. Mit der Sun VDI Lösung werden Desktops ins Rechenzentrum „umgezogen“ und dort auf Servern virtualisiert. Damit konzentriert man die Sicherheitsthematik an einem Ort, dem automatisch eine höhere Sicherheitsstufe zugewiesen ist, als den Büros der Mitarbeiter. Auch die Themen Virenschutz und Securitypatches wandern ins Rechenzentrum und können dort zentral bearbeitet werden. Der Diebstahl einer Sun Ray Desktop Unit ist im Unterschied zu dem Einbruch oder Diebstahl in einen PC absolut sinnlos.
Innovationszyklen
Die Sun Ray Desktop Units sind bedingt durch ihre Robustheit in der Lage mindestens zwei Innovationszyklen normaler Desktopinfrastrukturen zu überdauern. Da sie im Gegensatz zu Desktops und Thin Clients keine durch Betriebssystem oder Applikationensupgrades bedingte CPU oder Memory Aufrüstungen benötigen, ist diese Annahme realistisch. Die Administration von Desktops fällt ebenso weg.
Energieeffizienz
Herkömmliche PCs verbrauchen je nach Bauart zwischen 90 und 120 Watt, Thin Clients verbrauchen etwa 25 bis 35 Watt, sowie weitere 6 Watt in einer Terminalserverinfrastruktur. Eine Sun Ray Desktop Unit verbraucht 4 Watt. Zusätzlich benötigt sie in der virtuellen Infrastruktur etwa weitere 6 Watt.
ROI (Return on Investment)
Auf der Habenseite stehen folgende Einsparungen:
- Keine Desktop Maintenance mehr nötig
- Lizenzeinsparungen durch die Bereitstellung von Client Pools (80%)
- Strom- und Klimakostenersparnis
- Keine Kosten für künftige IT-Umzüge
- Keine Aufwendungen für Sicherheit der DTUs
- Sehr geringe Beschaffungskosten der DTUs
- Durch die hohe Haltbarkeit der Geräte bedingt 2 Investitionszyklen von PC Architekturen möglich
- Virenschutz findet auf wenigen Servern, statt vielen PCs statt
Auf der Kostenseite stehen folgende Positionen:
- Investition in Serverhardware und SAN Speicher notwendig